Zum Hauptinhalt springen

Soziale Selbstverwaltung macht sich für Patientenrechte stark

26.01.2022

„Patientenrechte im Mittelpunkt! Für ein verlässliches und patientenorientiertes Gesundheitssystem“: So lautet in diesem Jahr das Motto des „Tages des Patienten“. Seit 2016 wird der bundesweite Aktionstag alljährlich am 26. Januar begangen. Er soll dazu beitragen, die Patientinnen und Patienten über ihre Rechte und Möglichkeiten zu informieren, Probleme deutlich zu machen und Lösungsansätze zu diskutieren. Auch die Soziale Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Ersatzkassen unterstützt dieses Anliegen.

    „Der Aktionstag ist ein Aufruf an alle Gesundheitseinrichtungen in Deutschland, beständig den Dialog mit den Patientinnen und Patienten zu suchen“, erklärt Klaus Wonneberger, gewählter Versichertenvertreter im Sozialparlament der HEK. „Wer als Patient umfassend über seine Rechte und seine Optionen informiert ist, hat es leichter, auch in mitunter schwierigen Krankheitssituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das schafft Sicherheit, und es stärkt zugleich das Vertrauen in unser Gesundheitssystem. Gerade in der aktuellen Pandemie-Situation, in der ein großer Informationsbedarf besteht, ist das wichtig.“

     

    Auch die Deutsche Rentenversicherung Bund sei gefragt, wenn es darum geht, die Interessen der Patientinnen und Patienten zu wahren, so Klaus Overdiek, 

    alternierender Vorsitzender des Ausschusses für Rehabilitations-, Renten- und Versicherungsangelegenheiten der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund. „In unseren Reha-Kliniken betreuen wir zum Beispiel auch Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus an schweren gesundheitlichen Langzeitfolgen leiden. Wir helfen ihnen dabei, wieder zu Kräften zu kommen und Schritt für Schritt ins Berufs- und Alltagsleben zurückzufinden. Es ist wichtig, dass die Patientinnen und Patienten darüber informiert sind, welche Unterstützung ihnen zusteht. Dafür setzten wir uns im Sozialparlament der Deutschen Rentenversicherung Bund ein.“

    Mit den Rechtsansprüchen der Versicherten, der Patientinnen und Patienten, befassen sich nicht zuletzt die Widerspruchsausschüsse in der Rentenversicherung und den Krankenkassen. Dort prüfen ehrenamtliche Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter unbürokratisch und ohne zusätzliche Kosten für die Betroffenen, ob einem Widerspruch von Versicherten gegen eine Verwaltungsentscheidung stattgegeben und eine bestimmte Leistung doch noch gewährt werden kann. In diesem Sinne agiere die Soziale Selbstverwaltung selbst als Fürsprecherin der Patientinnen und Patienten, heben Wonneberger und Overdiek hervor. „Das Besondere daran ist, dass die Versicherten und Beitragszahler ganz direkt darüber entscheiden können, wer ihre Interessen vertritt, und zwar in den Sozialwahlen“, erklärt Klaus Wonneberger.

    Die nächste Wahl zur Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund und den Verwaltungsräten der Ersatzkassen findet 2023 statt. „Schon jetzt appellieren wir an alle unsere Versicherten, sich daran zu beteiligen“, sagt Klaus Overdiek. „Jede Stimme für die Sozialparlamente ist auch eine Stimme für die Patientinnen und Patienten!“