Skip to main content
  • Verbandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)

„Wir bündeln die Interessen der Ersatzkassen und vertreten sie offen gegenüber der Politik“

Uwe Klemens spricht klare Worte über seine Arbeit und sein ehrenamtliches Engagement als ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek): „Um die Interessen der Versicherten wirkungsvoll zu vertreten, müssen wir als Ersatzkassen zusammenhalten.“ Das klingt wie ein Motto, das sein vielfältiges Engagement zusammenfasst.

Der Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung ist politisch gewollt und er bringt auch viele Vorteile: mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Service, mehr individuelle Leistungsangebote für die Versicherten und vieles mehr. Jede der sechs Ersatzkassen – TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk oder HEK -  nimmt diese Herausforderung an. Jede Ersatzkasse will durch eine starke Versichertenorientierung im Leistungsspektrum weiter nach vorne kommen und natürlich auch Mitglieder gewinnen. „Aber es gibt auch viele gemeinsame Interessen der Ersatzkassen, die wir als Selbstverwalter im Verband bündeln und nach außen vertreten müssen“, sagt Klemens. Die Ersatzkassen versichern rund 28 Millionen Menschen, „wir haben da eine deutliche Marktmacht“. Zum Beispiel das Eintreten für eine paritätische Finanzierung in der GKV. „Wir haben erreicht, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich die GKV-Beiträge wieder gerecht teilen. Das ist ein großer Erfolg. Oder wir bestimmen mit, welche neuen Leistungen für alle Versicherten in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen werden. In der Selbstverwaltung der Ersatzkassen treten wir für Ziele ein, die allen Ersatzkassen und ihren Versicherten nützlich sind.“

Seit weit über 20 Jahren ist der gelernte Sozialversicherungsangestellte Klemens ein engagierter Selbstverwalter in der Sozialversicherung. Dabei zeigt er gerne klare Kante. „Wir müssen die Themen, die die Versicherten berühren, offen ansprechen. Wie sieht die Gesundheitsversorgung in Zukunft aus, wenn wir alle älter werden? Wie gehen wir mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung um?“ Es sind Fragen wie diese, die ihn leiten. Auch der rasante Fortschritt in Medizin und Pflege fordert von Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern immer wieder, sich auf die Gestaltung und Finanzierbarkeit von Leistungen vorzubereiten, die man heute noch nicht kennt.

Klemens kennt das Spektrum an Leistungen, die Versicherte im Krankheitsfall brauchen und nachfragen, auch aus der Arbeit im Widerspruchsausschuss. Hier eine „Versicherungsantwort“ für das Problem zu finden, dass es zukünftig immer weniger jüngere Versicherte geben wird, die ein Leistungsspektrum für immer mehr ältere Versicherte finanzieren sollen – da will Uwe Klemens ran. Und er will sich dafür einsetzen, dass die medizinische Versorgung bzw. auch in Zukunft finanzierbar und gleichzeitig die gute Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland erhalten bleibt. Das tut er in der konstruktiven Kompromissbildung in der gemeinsamen Arbeit mit den Arbeitgebervertreterinnen und –vertretern und in der Auseinandersetzung mit der Politik. Es gelte, bei allen Differenzen als Team zusammenzuhalten – da spricht dann auch ein wenig der Fan des 1. FC Kaiserslautern.