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Digitalisierung im Gesundheitswesen
Wichtige Begriffe: Telemedizin

Telemedizin

Telemedizin ist ein Sammelbegriff für verschiedene Konzepte, die in einem Punkt übereinstimmen: Medizinische Leistungen werden in Echtzeit aus der Ferne erbracht, ohne dass der Patient seinem Arzt, seinem Krankenpfleger oder Therapeuten von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzt. Bei diesen Leistungen kann es sich um Beratung, Diagnose, Therapie oder Rehabilitation handeln. Telemedizin gibt es seit der Erfindung von Telefon und drahtlosem Funk. Bewährt hat sie sich vor allem dort, wo große Entfernungen verhindern, dass ein Arzt rechtzeitig zum Patienten gelangt, etwa in dünnbesiedelten Ländern wie Australien, in der Betreuung von Schiffsbesatzungen oder in der Raumfahrt. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten und erlauben immer mehr Anwendungen, zum Beispiel Video-Sprechstunden.

Vorteile

  • Gerade Menschen außerhalb von Ballungsregionen erhalten viel mehr Optionen der medizinischen Betreuung.

  • Patienten können anstrengende Wege zur Behandlung erspart werden. Diabetiker können zum Beispiel ihren Blutzucker zu Hause messen und die Daten ihrem Arzt übermitteln, der dann aus der Ferne seien Anweisungen gibt.

  • Ärzte haben bessere Möglichkeiten, mit vergleichsweise wenig Aufwand eine Zweitmeinung einzuholen.

Risiken und Kritik

  • Studien belegen, dass der persönliche Austausch zwischen Arzt und Patient für den Heilungserfolg sehr wichtig ist. Telemedizin kann daher nicht jede Vor-Ort-Behandlung durch einen Arzt ersetzen.