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Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Seit 2014 ist die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Chipkarte mit Lichtbild gültiger Krankenversicherungsnachweis. Mit ihr – als Schlüssel zum digitalen Netzwerk des deutschen Gesundheitswesens - sollen besonders die Patientenrechte gestärkt und der Informationsaustausch zwischen Ärzten und anderen Leistungserbringern verbessert werden, indem wichtige Dokumente wie Arztbriefe und Befunde, die bisher beim Haus- oder Facharzt verblieben sind, verschlüsselt gespeichert werden können.

Die eGK umfasst dabei Pflicht- und freiwillige Anwendungen. Zur Pflichtanwendung gehört das sogenannte Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) mit Angaben wie:

  •     Vor- und Nachname
  •     Geschlecht
  •     Geburtsdatum
  •     Anschrift
  •     Versichertennummer und Versichertenstatus
  •     Beginn des Versicherungsschutzes
  •     Krankenkasse und Kassennummer

Zu den für den Versicherten freiwilligen Anwendungen gehören unter anderem:

  •     Notfalldaten (NFD)
  •     eMedikationsplan (eMP)
  •     elektronische Patientenakte (ePA)

Die eGK verfügt auch gegenüber der vorhergehenden Krankenversichertenkarte über neue Sicherheitsmerkmale, wie (bis auf einzelne Ausnahmen) das Lichtbild auf der Vorderseite (zur Vermeidung von Missbrauch und Verwechslungen), die PIN (Persönliche Identifikationsnummer) und das „Zwei-Schlüssel-Prinzip“ aus eGK (1. Schlüssel) und Heilberufsausweis (2. Schlüssel). Im Falle des Verlusts der eGK sollte sich der Versicherte unverzüglich mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen. Diese sperrt die eGK. Die gegebenenfalls mittels der eGK gespeicherten medizinischen Daten sind jedoch durch das „Zwei-Schlüssel-Prinzip“ geschützt. Eine einheitliche internal linkTelematikinfrastruktur (TI) bildet die Grundlage für den sicheren Austausch medizinischer Daten und Informationen.