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Wer entscheidet, welche Gesundheitsdaten über meine Person künftig an zentraler Stelle gespeichert werden dürfen?

Grundsatzentscheidungen in Sachen Telematikinfrastruktur (TI) und eGK trifft der Gesetzgeber, also der Bundestag. Die konkrete Ausgestaltung dieser Regeln aber liegt bei der gematik, somit auch unter anderem bei den Krankenkassen – und damit bei der Sozialen Selbstverwaltung, also bei den gewählten Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern in den einzelnen Sozialparlamenten. Als Selbstverwalter haben wir uns immer dafür eingesetzt, dass der Versicherte selbst die Hoheit über seine Daten behält. Er allein entscheidet daher, welche Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte er nutzen möchte. Er legt auch fest, welche Informationen gespeichert und von anderen Ärzten eingesehen werden dürfen.

Damit verlangen wir aber jedem Einzelnen eine Menge Verantwortungsbewusstsein ab, denn gerade in einem akuten Notfall braucht der Arzt umfassende Informationen darüber, welche Medikamente der Patient vielleicht in jüngster Zeit genommen hat. Datenschutz ist uns sehr, sehr wichtig. Zugleich aber müssen wir dafür Sorge tragen, dass jeder Patient im Fall der Fälle die bestmögliche Hilfe erhält.

Anke Fritz, Versichertenvertreterin im Verwaltungsrat der KKH