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Welche Daten könnten in Zukunft zusätzlich auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden, und wie viel Speicherplatz steht dort bereit?

Vieles ist möglich. Denn die elektronische Gesundheitskarte (eGK) verfügt über eine Doppelfunktion als Speicher für Daten und als Schlüssel zu bestimmten Anwendungen – insbesondere der elektronischen Patientenakte. In Zukunft können auf der eGK selbst die Notfalldaten und der Medikationsplan eines Patienten gespeichert werden, damit sich der Arzt schnell über Allergien oder wichtige Vorerkrankungen informieren kann. Auch die Adresse eines Angehörigen zur Benachrichtigung im Notfall gehört dazu. Darüber hinaus ist auch vorgesehen, Angaben über den Aufbewahrungsort von Organspendeausweis, Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht auf der Karte abzuspeichern. Die eGK wird der Schlüssel auch für weitere Anwendungen, wie die elektronische Patientenakte. Sie dient insbesondere der Speicherung an einem sicheren Ort.  Es soll nur das gespeichert werden, was der Versicherte wünscht. Es sind seine Daten, er muss die Verfügungsgewalt behalten. An diesem Prinzip lassen wir als ehrenamtliche Selbstverwaltung der Krankenkassen nicht rütteln.

Ronald Krüger, Mitglied des BARMER-Verwaltungsrates und Vorsitzender des Ausschusses für Digitalisierung und Informationstechnologie