Skip to main content

Im Zusammenhang mit der elektronischen Gesundheitskarte taucht immer wieder der Begriff gematik auf. Was verbirgt sich dahinter?

Die „gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH“ wurde 2005 geschaffen. Sie organisierte damals die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, sie sorgt für ihre Weiterentwicklung. Zudem koordiniert die gematik alle Neuerungen bei den einzelnen Krankenkassen und medizinischen Einrichtungen, damit die Karte universell eingesetzt werden kann.

Alle Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens sind an der gematik beteiligt: die Bundesärztekammer (BÄK), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), der Deutsche Apotheker­verband (DAV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Kassenärztliche Bundes­vereinigung (KBV), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) sowie der Spitzen­verband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV). Der GKV-Spitzenverband, der alle gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands vertritt, finanziert die Arbeit der gematik laut Gesetz mit einem angepassten Beitrag von 0,65 Euro pro Mitglied (2019). Weitere Mittel kommen aus dem Bundeshaushalt.

In der gematik halten die Vertreter der von den Beitragszahlern selbstverwalteten Kranken­kassen 50 Prozent der Gesellschafteranteile.

Bernd Wegner, Versichertenvertreter im Verwaltungsrat der TK