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Versichertenvertreter mahnen für die Ferienzeit zum Schutz vor Sonnenbrand

Berlin, 24.06.2019

Die Sozialparlamente der Ersatzkassen rufen die Versicherten auf, im Sommerurlaub ihre Haut vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. „Für die meisten scheint es ein erstrebenswertes Ziel, braungebrannt aus den Ferien zurückzukehren, und viele riskieren dafür auch einen Sonnenbrand. Die Gefahr, deshalb später einmal an Hautkrebs zu erkranken, wird jedoch oft unterschätzt. Der Sonnenbrand von heute kann der Hautkrebs von morgen sein!“, erklärte Katrin Schöb, Mitglied des Verwaltungsrates der Techniker Krankenkasse (TK).

Rund 270.000 Menschen pro Jahr erkranken in Deutschland an Hautkrebs, wie der Hautkrebsreport 2019 belegt, der von der TK gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Universität Bremen vorgelegt wurde. Bei jeder siebten Erkrankung handelt es sich dabei um das gefährliche maligne Melanom, den schwarzen Hautkrebs. Wird er rechtzeitig entdeckt, ist eine Behandlung durch den Arzt möglich. „Auf die Prävention kommt es an“, argumentiert deshalb die Versichertenvertreterin Katrin Schöb. „Die Haut sollte gerade in der beginnenden Ferienzeit vor zu großer Belastung geschützt werden! Jeder Sonnenbrand ist einer zu viel. Zu bedenken ist, dass die Haut auch im Schatten oder im Wasser beim Baden der UV-Strahlung durch die Sonne ausgesetzt ist. Sonnencremes sollten einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor aufweisen, vor allem bei Kindern, deren Haut besonders empfindlich ist. Und nicht zuletzt sollten regelmäßig die Früherkennungsuntersuchungen genutzt werden, um Hautkrebs möglichst frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können. Diese bieten die gesetzlichen Krankenkassen kostenlos an!“

Vom 35. Lebensjahr an hat jeder Versicherte einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass seine Krankenkasse alle zwei Jahre die Kosten für eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung trägt. Die TK und auch alle anderen Ersatzkassen gehen jedoch darüber hinaus: Als freiwillige Kassenleistung übernehmen sie auch für die Jüngeren bereits ganz oder teilweise die Kosten für ein solches „Hautkrebs-Screening“. „Wir halten die Hautkrebs-Vorsorge auch schon im jungen Alter für ganz entscheidend“, erklärt Schöb. „Deshalb haben wir als Vertreter der Versicherten und Beitragszahler unsere Entscheidungsspielräume genutzt und im Verwaltungsrat unserer Kasse beschlossen, die Altersgrenze für die Kostenbeteiligung bei diesen Untersuchungen deutlich herabzusetzen.“

Im Rahmen der Sozialen Selbstverwaltung in Deutschland sind die ehrenamtlichen Verwaltungsräte von TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK die höchsten Entscheidungsgremien der Ersatzkassen. Ihnen obliegt die Wahl der hauptamtlichen Vorstände und die Kontrolle der Haushalte, und sie bestimmen über die freiwilligen Leistungen der jeweiligen Kassen. Gewählt werden diese Sozialparlamente von den Versicherten und Beitragszahlern selbst. Die jüngste Sozialwahl fand 2017 statt, die nächste wird 2023 abgehalten.

 

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