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Gesetzliche Sozialversicherung schützt vom ersten Tag an

Berlin, 28.08.2019

Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung: Mit dem Start in die Berufsausbildung beginnt für rund 500.000 junge Menschen in diesem Jahr auch die eigene Mitgliedschaft in allen fünf Bereichen der gesetzlichen Sozialversicherung. Die Soziale Selbstverwaltung in den Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK) klärt darüber auf, was Auszubildende wissen sollten.

Anmeldung: Der Arbeitgeber kümmert sich

Auszubildende sind – wie die allermeisten Arbeitnehmer in Deutschland – gesetzlich versichert. Um die Anmeldung bei einer gesetzlichen Kranken- und Pflegekasse, der Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung kümmert sich der Arbeitgeber. Er sorgt auch dafür, dass die Berufsanfänger einen Sozialversicherungsausweis erhalten.

Freie Wahl der Krankenversicherung

Bei Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung sind Auszubildende an die jeweiligen Versicherungsträger gebunden. Die Krankenkasse können Auszubildende dagegen frei wählen. Mit der gewählten Krankenkasse sind sie dann automatisch auch in der zugehörigen Pflegekasse versichert.

Wichtig: Bei der Wahl der Krankenkasse gelten Fristen. Wer sich nicht schon vor Ausbildungsbeginn für eine Krankenkasse entschieden hat, muss seinem Arbeitgeber spätestens innerhalb der ersten 14 Tage nach Ausbildungsbeginn die Krankenkasse seiner Wahl mitteilen. Dabei lohnt sich ein Vergleich: „Oft kann der Krankenversicherungsschutz den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden. Dazu gehören zum Beispiel Bonusprogramme, Zusatzleistungen oder Wahltarife. Um die Orientierung zu erleichtern, bieten TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK spezielle Informationsseiten für Auszubildende“, sagt Michael Witte, Mitglied des Verwaltungsrates der KKH. Die Verwaltungsräte treffen bei den Ersatzkassen die wichtigsten Grundsatzentscheidungen. Sie bestimmen zum Beispiel über die freiwilligen Leistungen der Ersatzkassen mit, wählen die Vorstände der Kassen und wachen über deren Haushalte. Sie sind damit die wichtigsten Gremien der Sozialen Selbstverwaltung bei den Ersatzkassen.

Beiträge: Abzug direkt vom Lohn

Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung der Azubis zahlen in Deutschland sowohl die Arbeitgeber als auch die Auszubildenden selbst. Den Beitrag der Azubis zieht der Ausbildungsbetrieb direkt vom Bruttolohn ab und führt ihn an die Sozialversicherungen ab. Bei einer Unfallversicherung werden die Beiträge nur vom Arbeitgeber getragen.

Informationen zu den speziellen Berufsstarter-Angeboten der Ersatzkassen finden Interessierte auf den Websites von TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK.

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