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Mehr Verantwortungsbewusstsein, bitte!

03.11.2021

Viele Männer gehen noch immer viel zu nachlässig mit ihrer Gesundheit um. Darauf weist anlässlich des alljährlichen Weltmännertages am 3. November die Soziale Selbstverwaltung in der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hin. „Frauen sind deutlich verantwortungsvoller, was zum Beispiel die regelmäßige Teilnahme an Routine- oder Vorsorgeuntersuchungen betrifft“, erklärt Michael Witte, ehrenamtlicher Versichertenvertreter im Verwaltungsrat, dem Sozialparlament der KKH. „Es wird höchste Zeit, dass wir Männer uns ein Vorbild an ihnen nehmen. Es ist immer besser, einer Erkrankung vorzubeugen, als eine Krankheit behandeln zu müssen.“ Wer das Risiko für sich selbst reduziere, tue auch etwas für die Solidargemeinschaft: „Er vermeidet unnötige Aufwendungen und trägt dazu bei, dass die Beitragsgelder der Krankenkassen dort eingesetzt werden können, wo sie den größeren Nutzen für alle bringen.“

Ein Beispiel für das größere Verantwortungsbewusstsein der Frauen in Gesundheitsfragen sei auch der Umgang mit der Notfallversorgung. Es gebe klare Empfehlungen, in welchen Fällen man die Notrufnummer wählen oder die Notfallambulanz aufsuchen sollte: nur bei Lebensgefahr, sehr starken Schmerzen, Herzbeschwerden sowie schweren Verletzungen und Atemnot. „Eine aktuelle Untersuchung unserer Krankenkasse hat ergeben, dass Männer sich deutlich häufiger darüber hinwegsetzen als Frauen“, erklärt Michael Witte. „Männer nehmen fast doppelt so oft eine Notfallambulanz in Anspruch, statt zunächst den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu konsultieren, und sie tun es auch zu Zeiten, in denen sie auch in normalen Arztpraxen behandelt werden könnten. Das ist nicht hilfreich. Notfallversorgung muss tatsächlich für Notfallpatienten reserviert bleiben!“, mahnt er.

Bei leichteren, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden sollten Patienten statt der Notfallnummer 112 zunächst den Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 konsultieren, rät der Selbstverwalter. „Wenn die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag oder bis nach dem Wochenende warten kann, berät das Personal am Telefon, oder es vermittelt die nächstgelegene ambulante Notfall- bzw. Bereitschaftspraxis. Außerdem bieten verschiedene Krankenkassen eigene Gesundheitshotlines für die Versicherten an – 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr“, sagt Michael Witte. „Wir als KKH haben zusätzlich eine Videoberatung eingerichtet. Auch damit wollen wir dazu beitragen, unseren Versicherten die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.“