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Soziale Selbstverwaltung appelliert: Früherkennung nutzen!

04.02.2022

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs, Tendenz steigend, etwa 240.000 verlieren ihr Leben. Bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs die Krebsart, die am häufigsten auftritt, es folgen jeweils Darm- und Lungenkrebs, an vierter Stelle bei Frauen dann der Gebärmutterkrebs. „Niemand ist jedoch einer Krebserkrankung hilflos ausgeliefert“, erklärt Anke Fritz, ehrenamtliches Verwaltungsratsmitglied in der KKH Kaufmännische Krankenkasse, anlässlich des jährlichen Weltkrebstages am 4. Februar. „Verbesserte Diagnoseverfahren, medizinisch-technische Fortschritte und neue Behandlungsmethoden haben die Heilungschancen für Betroffene erheblich erhöht. Je früher der Tumor entdeckt wird, umso größer ist die Chance, den Krebs erfolgreich zu bekämpfen und zu besiegen. Deshalb kommt es darauf an, das Angebot zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen zu nutzen!“

Die Selbstverwalterin appelliert an alle Versicherten, sich mit ihren Ärzten über Vorsorgemöglichkeiten zu beraten und auch das umfangreiche Informationsangebot der Krankenkassen zu nutzen. „Viele der Untersuchungen sind gesetzlich geregelt. Andere haben wir in den Sozialparlamenten unserer Kassen als Satzungsleistungen beschlossen. Damit sind auch sie für unsere Versicherten kostenlos“, erklärt Anke Fritz. „Die KKH zum Beispiel bezahlt nicht nur die Brustkrebsvorsorge-Untersuchung für Frauen ab 30 Jahren, das Gebärmutterhalskrebs-Screening für Frauen ab 20 und das Mammografie-Screening ab 50 Jahren. Wenn einer Versicherten ärztlich bestätigt wurde, dass Risikofaktoren vorliegen, die auf eine drohende Erkrankung hinweisen, beteiligen wir uns auch an den Kosten für die Brustkrebsuntersuchung durch eine medizinische Tastuntersucherin.“

Bei einer Vorsorgeuntersuchung könnten manchmal auch schon Vorstufen von Krebs erkannt und die nötigen Behandlungen eingeleitet werden. Auch dadurch steige die Chance, die Krankheit zu besiegen. Noch aus einem anderen Grund sei Früherkennung von Krebserkrankungen wichtig: „Je früher ein Tumor entdeckt wird, und je früher damit die Behandlung beginnen kann, umso schonender können häufig die Behandlungsmethoden sein“, sagt Anke Fritz. „In einer Phase, in der Patientinnen und Patienten ganz schwere Zeiten durchmachen, bewahren wir damit ein Stück Lebensqualität.“