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Gute Prävention kann Spätfolgen verhindern

14.11.2021

Rund 500.000 Menschen erkranken jährlich an Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch „Zuckerkrankheit“ genannt. Mehr als sieben Millionen Frauen und Männer sind betroffen, müssen ihre Lebensgewohnheiten einschränken und ihren Alltag an den Zwängen der Krankheit ausrichten. Heilung ist meist nicht möglich, doch es gibt Möglichkeiten, mit einer guten medizinischen Behandlung das Leben von Diabetespatienten zu verbessern und den zum Teil schwerwiegenden Begleit- und Folgeerkrankungen vorzubeugen. Darauf verweisen die Sozialparlamente der Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK) anlässlich des Weltdiabetestages, der seit 1991 begangen wird und seit 2007 auch zu den offiziellen Gesundheitstagen der Vereinten Nationen zählt.

„Eine ganze Reihe von Krankenkassen bieten den Diabetespatienten unter ihren Versicherten Leistungen an, die über den gesetzlichen Standard deutlich hinausgehen. So haben wir im Verwaltungsrat beschlossen, dass unsere Kasse die Kosten für fünf Vorsorgeuntersuchungen übernimmt, mit denen Spätfolgen von Diabetes verhindert werden können“, erklärt der ehrenamtliche Versichertenvertreter Dieter Schröder, Vorsitzender des Verwaltungsrates der DAK-Gesundheit. Zu diesem Programm gehören ein spezielles Testpflaster, mit dem Mediziner frühzeitig Nervenschädigungen erkennen können, weiterhin besondere Blutdruckmessungen, mit denen ein Arterienverschluss deutlich früher festgestellt werden kann als mit Standardmethoden, sowie Labor- und Ultraschalluntersuchungen, mit denen geprüft werden kann, ob der Diabetes bereits eine Verfettung der Leber verursacht, was bei einem ungünstigen Verlauf zu einer Leberzirrhose oder im schlimmsten Fall sogar einem Leberkrebs ausarten könnte.

Komplettiert wird das Präventionsprogramm durch spezielle Urintests, die Nierenschäden schon im Frühstadium aufdecken können, obwohl sie noch keine Symptome verursachen, sowie ein Miktionstagebuch, das dem Arzt hilft, Funktionsstörungen der Blase frühzeitig zu erkennen und auf eine beginnende Inkontinenz einzuwirken. „Diese Leistungen müssten von den Versicherten normalerweise privat bezahlt werden“, erläutert Dieter Schröder. „Wir haben aber bei uns im Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit darüber beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es im Interesse der Solidargemeinschaft ist, wenn diese Möglichkeiten wirklich jedem Diabetespatienten offenstehen, und zwar unabhängig von den finanziellen Mitteln, die er zur Verfügung hat.“

Um gar nicht erst an Diabetes zu erkranken, empfiehlt der Selbstverwalter vor allem drei Dinge: viel Bewegung, eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht. „Durch eine gute Prävention kann jeder für sich selbst sehr viel erreichen“, sagt Dieter Schröder. „Als Krankenkassen bieten wir unseren Versicherten auch dabei Rat und Unterstützung an. Es liegt an uns selbst, das Risiko einer Diabeteserkrankung von vornherein gering zu halten.“