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Knochenschwund vorbeugen – mit viel Bewegung!

Berlin, 20.10.2021

Osteoporose gehört zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit. Vor allem Ältere trifft die umgangssprachlich auch Knochenschwund genannte Krankheit; Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. „Allein in Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an Osteoporose, und die Zahl der Betroffenen steigt“, erklärt Silke Reinhold, ehrenamtliche Versichertenvertreterin im Verwaltungsrat der KKH, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober. „Als Sozialparlament unserer Kasse ist es unser Anliegen, insbesondere auf die Möglichkeiten zur Prävention und zur rechtzeitigen Diagnose einer Erkrankung hinzuweisen. Bisher bleibt Osteoporose viel zu oft viel zu lange unerkannt. Das wollen wir ändern.“

Wie eine langfristige Datenauswertung der KKH ergab, stieg die Zahl der erkannten Fälle von Osteoporose zwischen 2009 und 2019 bundesweit um rund 18 Prozent. Bei Frauen waren es sogar 23 Prozent, bei Männern 16 Prozent. Die Betroffenen bauen verstärkt Knochenmasse ab, was zu porösen Knochen und schließlich leicht zu Brüchen an Armen, Oberschenkeln oder auch der Wirbelsäule führen kann. In den meisten Fällen ist eine Osteoporose hormonell bedingt, doch auch Erkrankungen, die mit Nährstoffmangel einhergehen, die Einnahme bestimmter Medikamente zum Beispiel gegen Diabetes oder Depressionen, Tabak- und übermäßiger Alkoholgenuss können zum Auslöser werden.

Da porös werdende Knochen keine Schmerzen verursachen, vollzieht sich eine Osteoporose zunächst oft unbemerkt. „Hilfe ist möglich, doch entscheidend dabei ist, dass die Krankheit so früh wie möglich festgestellt wird“, erklärt die Selbstverwalterin. „Nicht nur für bereits an Knochenschwund Erkrankte, sondern auch für alle Patienten mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen daher die Kosten für eine regelmäßige Knochendichtemessung. Das verschafft den Ärzten gegebenenfalls die Möglichkeit, bessere Entscheidungen bei einer medikamentösen Therapie zu treffen.“

Das beste Mittel gegen eine Osteoporose-Erkrankung aber ist eine gute Vorsorge, sagt Silke Reinhold, „und dazu gehört neben kalziumreicher Ernährung vor allem eines: Bewegung! Nicht erst im Alter gilt: Je weniger sich der Mensch bewegt, desto schmaler und poröser werden seine Knochen“, warnt sie. Schon Treppensteigen oder Joggen trage dazu bei, die Knochen zu stärken und sie dichter und damit stabiler zu machen. Neben Ausdauersport sei besonders ein Muskeltraining geeignet, das Knochenwachstum anzuregen. „Als Versichertenvertreterin appelliere ich daher an jede und jeden: Tun Sie etwas für Ihren Körper, ob allein, im Sportverein oder im Fitnessstudio. Es ist das Beste, was wir tun können, um uns vor Osteoporose zu schützen.“