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Jeder achte Jugendliche leidet

28.09.2020

Kopfschmerz ist kein reines Erwachsenenproblem. Auch viele Kinder und Jugendliche sind betroffen. Der external linkKopfschmerzreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: Jeder achte Jugendliche bis 19 Jahren leidet bereits unter ärztlich diagnostizierten Kopfschmerzen. „In einer Schulklasse ab dem neunten Jahrgang sitzen also durchschnittlich drei Schüler mit einer Kopfschmerzdiagnose“, sagt Katrin Schöb, Versichertenvertreterin im Sozialparlament der Techniker Krankenkasse. In dieser Altersgruppe sind 15 Prozent der Mädchen und 11 Prozent der Jungen betroffen. Unter den Unter-14-Jährigen treten Kopfschmerzen bei mehr als vier Prozent der Kinder auf.

Auch Migräne ist ein Thema

„Mit steigendem Alter wird auch Migräne bei Kindern und Jugendlichen immer mehr zum Problem, wie die Auswertung unserer Kasse zeigt“, hebt Selbstverwalterin Schöb hervor. Laut Kopfschmerzreport leiden 14 Prozent der kopfschmerzgeplagten Mädchen und Jungen unter 14 Jahren unter Migräne. Zwischen 15 und 19 Jahren haben 31 Prozent der an Kopfschmerzen leidenden Jugendlichen Migräne. Auch hier sind Mädchen mit 35 Prozent stärker betroffen als Jungen mit einem Anteil von 26 Prozent.

Wenn der Kopf schmerzt, greifen viele Betroffene quer durch alle Altersgruppen zu einem Schmerzmittel: Sieben von Zehn nehmen ein rezeptfreies Medikament ein. Zwölf Prozent bekommen ein Arzneimittel von ihrem Arzt verordnet. Dies sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Forsa-Umfrage, die ergänzend zum Kopfschmerzreport im Auftrag der TK unter 1.001 Personen durchgeführt wurde. Dass auch Kinder bei Kopfschmerzen häufig schmerzstillende Arzneimittel erhalten, zeigt der Kopfschmerzreport der TK: Knapp 23 Prozent der Kinder und Jugendlichen von null bis 19 Jahren bekamen 2018 bei einer Kopfschmerzdiagnose ein schmerzstillendes Arzneimittel verordnet.

„Die Auswertungen unserer Kasse zeigen, dass Kopfschmerzen zur Belastung werden können – auch schon in jungen Jahren. Uns ist es daher ein wichtiges Anliegen, genau hinzuschauen und über das Thema Kopfschmerzen aufzuklären. Dies kann Betroffenen helfen, informierte Entscheidungen zu treffen. Der Kopfschmerzreport der TK leistet an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag“, erklärt Selbstverwalterin Katrin Schöb.