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Nur die Hälfte der Erwerbstätigen nutzt den kostenlosen Check-up

09.06.2022

Er tut nicht weh und ist ganz unkompliziert: Der Gesundheits-Check-up bei der Hausärztin oder dem Hausarzt, der für gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle drei Jahre kostenlos ist. Doch viele nutzen diese Regelleistung gar nicht: Nur knapp die Hälfte der Erwerbstätigen ab 35 geht zum Check-up, und einem Drittel ist dieses Angebot nicht einmal bekannt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der DAK-Gesundheit für den Gesundheitsreport 2022. „Die Beschäftigten in Deutschland sorgen besser für ihre Autos als für ihre Gesundheit. Während das Auto regelmäßig in die Inspektion kommt, vergessen sie für ihren Körper den Vorsorge-Termin. Dabei ist er eine gute Möglichkeit, auch Herz-Kreislaufprobleme rechtzeitig zu erkennen“, sagt Annemarie Böse, Mitglied im Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit.

Herz-Kreislauf-Probleme gehören zu den wichtigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Ob Herzinfarkt oder Schlaganfall – jedes Jahr sterben rund 340.000 Menschen bundesweit an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Wichtige Risikofaktoren sind nicht nur Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel. Auch Depressionen, Angststörungen und arbeitsbedingter Stress können nach Einschätzung von Expertinnen und Experten eigenständige Risikofaktoren sein. Fast ein Fünftel der Erwerbstätigen in Deutschland ist nach eigenen Angaben von wenigstens einem psychischen Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen, wie der aktuelle DAK-Gesundheitsreport zeigt. Der regelmäßige Check-up ist auch deshalb wichtig, weil für die Betroffenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oft erst dann spürbar werden, wenn sie bereits fortgeschritten sind. Je früher sie jedoch erkannt werden, desto besser sind sie zu behandeln.

„Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, hilft vor allem eine gesunde Lebensweise“, sagt Annemarie Böse. „Wir machen uns als gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten dafür stark, dass unsere Kasse hier passgenaue Leistungen anbietet. Ob Nichtraucherseminar, Online-Bewegungscoaching oder Stressreduktion: Unsere Versicherten sollten ihren Arzt oder ihre Ärztin nach dem Check-up einfach darauf ansprechen, welche Maßnahmen besonders ratsam wären.“