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Die Impfquote steigt

25.11.2021

Die Bereitschaft der Versicherten in Deutschland, sich gegen eine Ansteckung mit Grippeviren impfen zu lassen, steigt deutlich. Das konstatiert die Soziale Selbstverwaltung in den Ersatzkassen und beruft sich dabei auf eine aktuelle Untersuchung der hkk. Die Auswertung der Daten von mehr als 700.000 Versicherten ergab, dass sich in der Grippesaison 2020/21 insgesamt 16,7 Prozent der Versicherten impfen ließen – gut 40 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. „Das ist ein echter Fortschritt, auch wenn wir vom Ziel einer optimalen Grippevorsorge noch immer weit entfernt sind“, erklärt dazu Sandra Speckert, ehrenamtliche Versichertenvertreterin im Verwaltungsrat der hkk.

Der kräftige Anstieg der Zahl von Geimpften sei zweifellos ein Nebeneffekt der COVID-19-Pandemie: Ohne Corona hätte es diese Entwicklung nicht gegeben, stellt Sandra Speckert fest. „Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, welchen gesundheitlichen Risiken wir im Alltag ausgesetzt sind. Zugleich haben wir aber erlebt, dass Prävention tatsächlich funktioniert und dass wir die Gefahr von Ansteckungen oder zumindest von schweren Krankheitsverläufen drastisch reduzieren können“, erklärt die Selbstverwalterin. „Es hat einen gesellschaftlichen Lernprozess gegeben: Je mehr Menschen sich selbst durch eine Impfung schützen, umso geringer ist auch die Gefahr, andere anzustecken. Dieses Prinzip gilt nicht nur bei Corona, sondern auch bei der gewöhnlichen Grippe.“

Jahr für Jahr fordert die Grippe in Deutschland Tausende Menschenleben. Vor allem Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen oder einem schwachen Immunsystem fallen ihr zum Opfer. Das Robert-Koch-Institut rät deshalb insbesondere diesen Gruppen in der Bevölkerung dringend, sich jährlich gegen Grippe impfen zu lassen.

In der Grippesaison 2020/2021 folgte nach den jetzt vorliegenden Zahlen fast die Hälfte der über 60-Jährigen hkk-Versicherten der Impfempfehlung, während es noch 2019/2020 nur rund ein Drittel war. Auch unter den Schwangeren und den chronisch Kranken stieg binnen Jahresfrist der Anteil der Geimpften, allerdings nur von rund fünf auf zuletzt 7,6 Prozent. „So sehr wir uns über die überall steigende Impfbereitschaft freuen: Zufriedengeben können wir uns nicht“, stellt Selbstverwalterin Sandra Speckert fest „Mit wenig anderen Schutzimpfungen lassen sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts so viele Leben retten wie mit einer Grippeimpfung. Wir wären verantwortungslos, wenn wir diese Chance nicht nach Kräften nutzen würden – zu unserem eigenen Schutz und zum Schutz unserer Mitmenschen.“