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Versichertenvertreter rät: Symptome erkennen, Vorsorge schützt!

03.03.2022

Darmkrebs ist gefährlich. Mehr als 60.000 Menschen pro Jahr erkranken neu an Darmkrebs, etwa 25.000 von ihnen überleben die Erkrankung nicht. Anlässlich des diesjährigen Darmkrebsmonats rufen die Sozialparlamente der Ersatzkassen deshalb die Versicherten auf, die Möglichkeiten der Vorsorge zu nutzen und die Früherkennungsprogramme der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. „Wer die Darmkrebsvorsorge nutzt, hat gute Chancen, gar nicht erst zu erkranken. Vorsorge schützt!“, erklärt Rainer Schumann, ehrenamtlicher Versichertenvertreter im Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit.

Mehr als die Hälfte der Darmkrebspatienten ist älter als 70 Jahre, doch auch Jüngere kann es treffen. Etwa zehn Prozent aller Dickdarmkarzinome treten bereits vor dem 50. Lebensjahr auf. Auch genetische Vorbelastungen können eine Rolle spielen. Typische Symptome für einen Darmkrebs sind zum Beispiel Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, manchmal auch einfach nur Bauchschmerzen, leichtes Fieber, Müdigkeit oder Leistungsschwäche. „Ich kann allen Versicherten nur raten, solche Hinweise des Körpers ernst zu nehmen“, sagt Schumann. „Je früher ein Darmkrebs entdeckt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen.“

Im Rahmen der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge übernehmen die Krankenkassen für Patientinnen und Patienten ab 50 Jahren die Kosten für bestimmte Untersuchungen. Dazu gehört zum Beispiel die regelmäßige Untersuchung des Stuhls auf „verstecktes“ Blut sowie die Darmspiegelung. Gelingt die Krebserkennung in einem frühen Stadium, liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent.

Um der Entstehung eines Darmkrebses vorzubeugen, empfehlen die Mediziner unter anderem viel Bewegung, eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen und nur eine begrenzte Menge von Fleisch und Fett. Übergewicht sowie regelmäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum sind dagegen klassische Risikofaktoren. „Ein möglichst gesunder Lebensstil trägt dazu bei, das Darmkrebsrisiko zu senken“, betont Schumann. „Es liegt nicht zuletzt an uns selbst, ob und wie wir uns vor einer Erkrankung schützen.“