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Boostert euch!

10.12.2021

Ein guter Impfschutz ist die beste Vorsorge, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen oder zumindest schwere Krankheitsverläufe nach Kräften zu vermeiden. Deshalb ruft die Soziale Selbstverwaltung in den Ersatzkassen alle Versicherten dazu auf, das Angebot einer Corona-Impfung wahrzunehmen und auch die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung zu nutzen. „Grundimmunisierung mit zwei Impfungen ist gut, aber Grundimmunisierung plus Booster-Impfung ist besser. Die Auffrischung verhindert, dass die Wirkung des Impfstoffs nach einer bestimmten Zeit nachlässt“, erklärt Silke Reinhold, gewählte Versichertenvertreterin im Sozialparlament der KKH. „Die Pandemie ist noch lange nicht besiegt, und wir handeln fahrlässig, wenn wir nicht jede Möglichkeit nutzen, um die Ausbreitung des Virus zu erschweren.“

Die Selbstverwalterin unterstützt ausdrücklich die Empfehlung, dass sich als erstes die Über-70-Jährigen und Menschen mit Vorerkrankungen oder in Pflegeeinrichtungen sowie die Beschäftigten in medizinischen Einrichtungen „boostern“ sollten. „Sie sind besonders gefährdet, sie brauchen besonderen Schutz, sie müssen Vorrang haben“, sagt Silke Reinhold. Trotzdem sollten sich auch alle anderen bisher doppelt Geimpften bereits jetzt um einen Termin für die Drittimpfung umsehen.

Die noch gar nicht gegen Corona Geimpften – rund ein Drittel der Bevölkerung – bittet die Selbstverwalterin dringend, noch einmal in sich zu gehen. „Ja, jede Impfung ist mit einem kleinen Risiko verbunden. Aber der Nutzen ist unvergleichlich größer, wie alle Fachleute bestätigen“, sagt sie. „Auch ich kenne Menschen, die sagen: ,Warum gerade ich? Sollen sich doch die anderen impfen, wenn sie mögen.‘ Diese Menschen verlassen sich darauf, dass andere sie schützen, und selbst tragen sie nichts dazu bei. Ich halte das für unsolidarisch.“

Die Gesundheitsbehörden in Deutschland empfehlen eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19, sobald die Grundimmunisierung fünf oder sechs Monate zurückliegt. Ob eine Verkürzung dieser Frist im Einzelfall sinnvoll ist, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Da sich aktuell in vielen Impfzentren Schlangen bilden und längere Wartezeiten gelegentlich unvermeidlich sind, erinnern die Krankenkassen an die Empfehlung, Abstand zu halten und Maske zu tragen. „Es liegt nicht allein bei uns, wie schnell wir die Pandemie überwinden können“, sagt die Selbstverwalterin Silke Reinhold. „Aber ohne unser aktives Mitwirken wird es noch viel, viel länger dauern.“