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„Bunt statt blau“: DAK-Gesundheit kürt Sieger im Schülerwettbewerb

20.06.2022

Die gute Nachricht lautet: Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden müssen, geht zurück. Die schlechte Nachricht lautet: Noch immer liegen die Zahlen erschreckend hoch. 2021 wurden rund 8.280 Mädchen und Jungen wegen einer Alkoholvergiftung in ein deutsches Krankenhaus eingeliefert, wie der Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit ausweist. Ein Jahr zuvor waren es noch rund drei Prozent mehr. Entgegen dem allgemeinen Trend wuchsen die Zahlen in der Gruppe der Zehn bis 14-Jährigen: In dieser Altersspanne wurden 2020 rund 1.580 Jungen und Mädchen stationär behandelt, 2021 waren es mehr als 1.700. „Für uns bedeutet das, in unseren Bemühungen um Prävention nicht nachzulassen“, erklärt dazu Marion von Wartenberg, ehrenamtliche Verwaltungsrätin bei der DAK-Gesundheit und Vorsitzende der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg. „Alle, die dazu etwas beitragen können, müssen gemeinsam darüber aufklären, wie gefährlich der exzessive Alkoholkonsum ist: die Eltern, die Schulen – und auch wir als Krankenkassen.“

Ein besonderes Angebot der DAK-Gesundheit in diesem Sinne ist die jährliche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, und wird seit 2010 von der DAK-Gesundheit gemeinsam mit dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) ausgerichtet. Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren sind aufgerufen, Plakate gegen das Rauschtrinken zu entwerfen. Die Sieger auf der Ebene der einzelnen Bundesländer und auf Bundesebene werden dann prämiert. „2022 haben wieder rund 7.000 Jungen und Mädchen an unserem Wettbewerb teilgenommen“, berichtet Marion von Wartenberg. „Die Kreativität, die dort gezeigt wird, überrascht uns jedes Jahr aufs Neue. Wir sind sehr glücklich, dass unser Aufruf ein so großes Echo auslöst.“

Zur Bundessiegerin 2022 wählte die Jury die 16-jährige Sinje Niedlich aus Hofheim am Taunus. Ihr Plakat, auf dem ein Superheld blaue Flaschen zerschlägt, und die anderen prämierten Entwürfe sind im Internet zu sehen und werden auch in einer Wanderausstellung in Schulen und weiteren öffentlichen Gebäuden gezeigt. „Niemand beweist Mut, indem er trinkt, bis der Arzt kommt. Viel mehr Mut zeigen Menschen, die manchmal einfach Nein sagen. An ihnen sollten wir uns ein Vorbild nehmen. Das ist die Botschaft, die ich aus dem Siegerplakat herauslese“, sagt Marion von Wartenberg.