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Frauengesundheit ist viel mehr als Fortpflanzungsmedizin

28.05.2022

Vor wenigen Jahren noch beschränkte sich das Verständnis von Frauengesundheit oft auf Fortpflanzungsmedizin. Das ändert sich, langsam zwar, aber es ändert sich. Zwar hat sich noch immer nicht überall herumgesprochen, dass sich ein Herzinfarkt bei Frauen anders bemerkbar macht, nämlich eher durch Übelkeit und Schwindel, und noch immer kommen Frauen mit Infarkt deshalb im Durchschnitt zwei Stunden später als Männer in der Notaufnahme. Doch die Erkenntnis, dass Frauen anders krank sind als Männer, wird in der Medizin mittlerweile nicht mehr ernsthaft in Zweifel gezogen. „Es ist allerhöchste Zeit, die Frauengesundheit stärker in den Fokus zu rücken“, sagt Doris Unger, ehrenamtliches Mitglied im Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse (TK). „Für uns im Sozialparlament ist wichtig, dass die TK ihren Versicherten Leistungen anbietet, die sich an ihren Bedürfnissen orientieren.“

Zu den Krankheiten, an denen Frauen doppelt so häufig leiden wie Männer, gehört unter anderem Schlaflosigkeit. Die Betroffenen sind tagsüber oftmals müde, unkonzentriert oder leicht reizbar. Häufigste Gründe dafür sind beruflicher Stress sowie familiäre oder gesundheitliche Probleme. Betroffene können den Schlafcoach nutzen, die darin vermittelten Übungen und Methoden werden im Online-Training auf das individuelle Schlafverhalten abgestimmt. Einen konkreten Mehrwert durch ein digitales Angebot biete auch die Migräne-App der TK, und auch sie sei besonders für Frauen wichtig. Denn über 14 Prozent von ihnen seien von der neurologischen Krankheit betroffen – mehr als doppelt so viele wie Männer.

Weitere Krankheiten, die Frauen weitaus häufiger ereilen als Männer, sind Brustkrebs – die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in westlichen Industrienationen überhaupt – und auch Osteoporose. Die Knochenkrankheit betrifft vor allem Frauen nach den Wechseljahren, die aufgrund eines Östrogenmangels erkranken. Die Knochendichte nimmt ab, und die Knochen werden brüchig. Jede vierte Frau über 65 Jahren ist betroffen, ab dem 70. Lebensjahr leidet jede zweite Frau daran. Mit einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung können Knochen gestärkt werden.

„Auch im Fall dieser Krankheiten unterbreitet die TK mit der Brustkrebs-App ‚PINK! Coach‘ und mit unserem TK-GesundheitsCoach für einen gesunden Lebensstil unseren Versicherten kostenlose Angebote, die Frauen in besonderer Weise unterstützen“, sagt Unger. „Der Tag der Frauengesundheit ist ein guter Anlass, um das Thema in den öffentlichen Blick zu rücken. Dabei darf es aber nicht bleiben. Es braucht auch weiterhin gezielte Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse. Daran arbeiten wir als Krankenkasse.“