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Soziale Selbstverwaltung ruft zum Spenden auf

14.06.2022

Für menschliches Blut gibt es keinen Ersatz. Kein Medikament und keine noch so hochentwickelte Apparatur kann unseren Organismus in Gang halten und jeden Teil unseres Körpers mit allem Lebensnotwendigen versorgen, wenn der Blutkreislauf das nicht mehr leistet. Wenn wir zu viel Blut verloren haben, bietet nur eine schnelle Blutstransfusion mit der richtigen Blutgruppe Rettung. Dafür braucht es Blutkonserven, und dafür braucht es Blutspenden. Daran erinnern die Verwaltungsräte der Ersatzkassen anlässlich des alljährlichen Weltblutspendetages am 14. Juni.

„Nach schweren Unfällen, bei größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen sind Blutkonserven und Blutprodukte wie Blutplasma nach wie vor unersetzlich“, sagt Dirk Wiethölter, der als ehrenamtlicher Vertreter der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Verwaltungsrat der BARMER sitzt und in seinem Hauptberuf den Personalbereich im DRK Blutspendedienst West in Ratingen leitet. „Blutspenden machen für die Menschen, die auf eine Transfusion angewiesen sind, den Unterschied zwischen Tod und Leben aus. Nur wenn genügend Menschen spenden, kann sichergestellt werden, dass überall und jederzeit die nötigen Blutreserven bereitstehen. Es kommt auf jede und jeden einzelnen an.“

Aktuell ist nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes die Versorgung der Kliniken mit Blutreserven gesichert. So beruhigend diese Nachricht auch klingen mag: Sie kann kein Anlass sein, sich beruhigt zurückzulehnen. Denn einige wichtige Blutpräparate sind nur sehr kurz haltbar, und um die Versorgung schwerkranker Patientinnen und Patienten lückenlos zu gewährleisten, müssen an jedem Werktag in Deutschland mindestens 15.000 Blutspenden gewonnen werden. Rund ein Fünftel aller Blutpräparate werden allein für Krebspatientinnen und -patienten benötigt. Besonders Menschen, die sich in einer Chemo- oder Strahlentherapie befinden, sind auf die kontinuierliche Gabe von Blutpräparaten angewiesen, um die Nebenwirkungen dieser Therapien zu überstehen.

„Vermutlich jeder von uns kennt einen Menschen, der schon einmal eine Bluttransfusion erhalten hat, und keiner von uns weiß, wann er selbst einmal Spenderblut benötigen wird“, sagt Boris Lehmann, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der HEK. „Als Fürsprecher unserer Versicherten appelliere ich daher an jeden, der gesundheitlich dazu in der Lage ist: Spenden Sie Blut, und wenn möglich, sogar regelmäßig. Jede einzelne Spende zählt! Sie helfen anderen, und Sie schaffen einen Schutz, der auch Ihnen selbst im Fall der Fälle zugutekommt.“

Wer Blut spenden darf, wie sicher eine Spende ist und wie eine Spende abläuft: Darüber finden sich ausführliche Informationen auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und unter www.blutspenden.de.